Rupertitreff der Salzburger Volkspartei

Rupertitreff der Salzburger Volkspartei

ÖVP-Landesobmann Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer:

„Die Salzburger Volkspartei steht mitten im Leben und in der Mitte der Gesellschaft“

 Landeshauptmann Wilfried Haslauer definierte die Rolle seiner ÖVP vor hunderten begeistern Besuchern des Rupertitreffen

Wenn die Salzburger Volkspartei am Landesfeiertag zu ihrem traditionellen Rupertitreffen ruft, dann kommen die Mitglieder und Sympathisanten der Partei – bei der heurigen Auflage taten sie dies so zahlreich, dass der Saal den Andrang kaum fassen konnte und ein zweiter Raum mit Videoübertragung bereit gestellt werden musste. Etwas mehr als ein Jahr nach seiner Wahl zum Landeshauptmann und nach dem Start der Schwarz-Grün-Gelben Koalition in Salzburg nutzte der Landeshauptmann die Gelegenheit zu einer Definition der Rolle seiner Partei in der Gesellschaft. Erstmals nach seiner Nominierung trat auch der designierte Bundesparteiobmann Dr. Reinhold Mitterlehner bei der Großveranstaltung der ÖVP in Salzburg auf.

Haslauer positioniert die Salzburger Volkspartei klar in der Mitte der Gesellschaft: „Wir lassen uns sich ganz sicher nicht auf die Interessenvertretung einiger weniger Gruppen reduzieren – so wichtig diese für uns auch sein mögen, wir sind Volkspartei und stehen für eine Politik für die breite Mehrheit der Bevölkerung“. Haslauer ließ es aber nicht mit einer allgemeinen Definition bewenden, sondern machte anhand von Beispielen deutlich, was dies aus seiner Sicht im täglichen Leben bedeuten kann: Er sieht die Volkspartei nicht bei jenen, die im Unternehmer ein Feindbild sehen, das es zu bekämpfen gilt: „Wir wollen eine Partnerschaft zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, weil sich beide brauchen. Wir sind bei jenen, die sich etwas verdienen wollen, die Eigentum schaffen wollen, die täglich Leistung bringen. Das sind die Klein- und Mittelbetriebe, die familiengeführten Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – diese Menschen machen nämlich die Salzburger Wirtschaft aus.“

Klare Worte fand der Landeshauptmann auch zu aktuellen sozialen Fragen: „Wir stehen aus unserer christlich sozialen Werthaltung heraus bei jenen Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns kommen und wir werden diese Menschen unterbringen und ihnen helfen.“ Gleichzeitig müsse man Fehlentwicklungen aber entschieden entgegentreten: „Wenn Menschen zu uns kommen, die das Mitgefühl der Salzburgerinnen und Salzburger schamlos ausnutzen – etwa wenn Menschen Behinderungen vortäuschen, um mehr Geld von mitfühlenden Salzburgern zu bekommen, haben diese Leute  bei uns nichts verloren.“

Es gehe nicht darum, jenen das Wort zu reden, die einfache Lösungen für komplexe Probleme versprechen. Diese Kräfte würden nur stark, wenn jene, die in der Verantwortung sind, sich um die Sorgen und Nöte der Menschen herumschwindeln wollen. „Wir müssen die Dinge beim Namen nennen und zeigen, dass wir uns ehrlich um Lösungen bemühen – auch wenn diese Lösungen schwierig, kompliziert und oft mühsam zu erreichen sind.“

Klare Worte fand der Landeshauptmann zur aktuellen Lage des Bundesheeres: „Was derzeit beim Bundesheer passiert, macht mich traurig und wütend zugleich: Ihr wisst, dass ich der erste war, der damals eine Volksbefragung zur Wehrpflicht gefordert hat, weil ich nicht wollte, dass unser Bundesheer gegen den Willen der Menschen zu einer Berufsarmee umgewandelt wird, weil ich mir  – so wie ihr – Sorgen um den Katastrophenschutz  und um unsere Sicherheit gemacht habe. Leider wird derzeit der klare Wille der Österreicherinnen und Österreicher ignoriert – wenn führende Kräfte des Bundesheeres mir offen sagen, dass der Katastrophenschutz bei größeren Ereignissen nicht mehr garantiert werden kann, dann hört sich mein Verständnis auf und das werde ich in Wien auch ganz klar ansprechen.“

Wenig Verständnis zeigte der Landeshauptmann für die Regelungswut in manchen Bereichen: „Wenn die Staatsanwaltschaft wegen Korruption ermittelt, weil unsere Seilbahnwirtschaft Lehrerinnen und Lehrer zum Schnuppern in unsere Skigebiete einlädt und für zwei Tage die Liftkarte bezahlt, dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Wenn das wirklich die Gesetzeslage ist, dann ist dieses Gesetz zu ändern. Wir sollten jedem Lehrer und jeder Liftgesellschaft dankbar sein, die sich engagieren und die sich darum kümmern, dass unsere Kinder Skikurse machen um Skifahren zu lernen. Ich sage diesen Menschen ausdrücklich danke und ich sage auch: Weg mit solchen Schikanen! Das hat mit Korruption aber schon rein gar nichts zu tun!“.

Generell fordert der Landeshauptmann von seiner Partei und von der Politik insgesamt eine neue Kultur des Zuhörens: „Unzufriedenheit ist die Tochter des Nicht Zuhörens und Nicht Verstehens. Wenn das Lebensumfeld von Politikern nur noch aus Juristen, Journalisten, Lobbyisten, Interessensvertretern und Mitarbeitern besteht – dann ist wirklich Feuer am Dach. Wir müssen wieder mehr zuhören, denn Zuhören ist Boden auf dem die Saat des Verstehens gesät werden kann und aus dem die Frucht der richtigen Handlungen und Lösungen  wachsen kann“, schloss Haslauer.

140925_Rupertitreffen Pressefoto II 140925_Rupertitreffen Pressefoto I Rupertitreffen ÖVP Salzburg, im Stiegl Keller,  24.09.2014 Foto: Susi Berger Rupertitreffen ÖVP Salzburg, im Stiegl Keller,  24.09.2014 Foto: Susi Berger Rupertitreffen ÖVP Salzburg, im Stiegl Keller,  24.09.2014 Foto: Susi Berger 140925_Rupertitreffen Pressefoto II Rupertitreffen ÖVP Salzburg, im Stiegl Keller,  24.09.2014 Foto: Susi Berger Rupertitreffen ÖVP Salzburg, im Stiegl Keller,  24.09.2014 Foto: Susi Berger Rupertitreffen der ÖVP Salzburg im Stieglkeller Foto: Neumayr/MMV 24.09.2014

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